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Grundschule Münsterdorf

Leitgedanke des Freianlagenkonzeptes ist die Schaffung robuster, langlebiger und möglichst entsiegelter Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Freianlagen werden klar gegliedert, funktional zoniert und durch ein zusammenhängendes Wegenetz miteinander verknüpft. Dabei stehen Nachhaltigkeit, ressourcenschonender Umgang mit vorhandenen Materialien sowie ein naturnahes Regenwassermanagement im Mittelpunkt der Planung.

Begegnung und Treffpunkt
Von Osten kommend erreichen die Nutzerinnen und Nutzer den zentralen Treffpunkt der Grundschule. Die Fläche verbinden den Bestand mit Anbauten und den Neubau barierrefrei miteinander. Den Höhensprung zum Ernst Krohn Weg vermitteln 4 Stufen a 16,5cm, so dass die Fläche vor der Westseite des Neubaus komplett auf einer Ebene liegen wird. Wurzelschutzmaßnahmen für die Bestandsgehölze werden in der weiteren Planung berücksichtigt.

Werkhof und Leseinsel
Zwischen den Anbauten mit Werk- und Lernbereichen entstehen geschützte Außenräume als Erweiterung der pädagogischen Nutzungen. Beschattete Sitzgelegenheiten ermöglichen Aufenthalt, Kommunikation und Lernen im Freien. Südlich des Anbaugebäudes ist eine kleine Leseinsel vorgesehen, die den Kindern einen ruhigen Rückzugsort bietet. Eine kleine Leseinsel für die Kinder ist im Süden des Anbaugebäudes vorgesehen. Die Spiel- und Sportzone auf der Ostseite des Schulgeländes wird gestärkt und ergänzt.

Der Dachgarten
Als zusätzlicher Lern- und Aufenthaltsbereich im Freien bietet die Dachfläche der Schule ein grüner wertvollen Gartenraum. Mit zum Teil eßbaren Stauden und Sträuchern entsteht ein „Naschgärtchen“. Zudem bietet ein Außenklassenzimmer Aufenthaltsbereich im freien, der mit einem Sonnensegel zudem beschattet ist. Die Belags- und Aufenthaltsflächen erhalten einen durchgehenden EPDM-Belag, der sowohl auf den Dachflächen als auch im Außenraum ein komfortables und barrierearmes Begehen ermöglicht. Fest installierte Sitzgelegenheiten schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität.
Zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Niederschlagswassers wird ein geschlossener Regenwasserkreislauf empfohlen. Das auf dem Neubau anfallende Dachwasser soll unmittelbar auf der nutzbaren Dachfläche zurückgehalten und den Pflanzflächen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür wird eine Mindestsubstrathöhe von 30 bis 40 cm vorgesehen.

Die Wegeführung
Die Wegeführung verbindet die unterschiedlichen Nutzungsbereiche in einer fließenden und offenen Struktur. Das im Bestand vorhandene Motiv des Kreises wird als identitätsstiftendes Gestaltungselement aufgegriffen und weitergeführt. Kreisförmige, entsiegelte Pflanzflächen gliedern die Freianlagen, schaffen Orientierung und tragen gleichzeitig zur Regenwasserversickerung bei. Niederschlagswasser kann hier oberflächennah aufgenommen und dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden.

Bauherr

Schulverband Münsterdorf-Dägeling

Leistungsphasen

2

Honorarzone 

Fläche

ca. 4.500m²

Fertigstellung 

Baukosten

Baukosten

ca. 0,75 Mio. €

Nachhaltigkeit und Regenwassermanagement

Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfes ist die Wiederverwendung vorhandener Materialien und Ausstattungsgegenstände. Bereits bestehende Elemente wie Sonnensegel, Tischtennisplatte, Abfallbehälter sowie Balancier- und Spielelemente werden in das neue Freianlagenkonzept integriert und an geeigneten Stellen neu positioniert. Der vorhandene Spielplatz mit Spielschiff sowie das Soccerfeld bleiben erhalten und werden in die Gesamtgestaltung eingebunden. Der bestehende Klinkerbelag wird aufgenommen, gereinigt und in einem Flechtverband wiederverwendet. Dadurch werden Ressourcen geschont und die Identität des Ortes bewahrt.
Die Versiegelung der Freiflächen wird auf das notwendige Maß reduziert. Das anfallende Regenwasser der befestigten Flächen wird grundsätzlich oberflächennah geführt und lokal in Pflanzbereichen versickert. Dadurch werden die Kanalisation entlastet, die Grundwasserneubildung gefördert und die Freianlagen klimaresilient gestaltet.

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